Der Kunstraum Thüringen im 20. Jahrhundert

Thüringen – das bezeichnet nicht nur eine geografisch, historisch und politisch geprägte Region, sondern auch und vor allem einen altehrwürdigen Kultur – und Kunstraum. Neben den literarischen und musikalischen Traditionen wurden die bildkünstlerischen Leistungen indes im „grünen Herzen Deutschlands“ lange Zeit nur selektiv wahrgenommen.

Ausstellungsplakat

Aus diesem Grund präsentieren die Mühlhäuser Museen zum 20jährigen Bestehen ihrer Sammlung Thüringer Kunst die Sonderausstellung „Zwischen Wald und Welt: Der Kunstraum Thüringen im 20. Jahrhundert“. Was 1988 mit etwa 50 Arbeiten von Thüringer Künstlern aus Beständen des damaligen Heimatmuseums begann, wuchs über die Jahre auf über 3500 Einzelexponate an. Gesammelt wurden und werden ausschließlich Arbeiten der Malerei und Grafik von Künstlerinnen und Künstlern, die in der Region Spuren hinterlassen haben, wobei dies auch jene einschließt, die nur zeitbegrenzt hier tätig waren, aber durch ihr Wirken das hiesige Kunstschaffen nachhaltig beeinflussten.

Mit diesem Premiumprojekt 2009/2010 stellen die Mühlhäuser Museen nun Thüringen als künstlerischen Raum in seiner Breite und im Kontext der Zeit vor. Es wird auf herausragende Leistungen verwiesen, aber auch auf halb Vergessenes und weniger Bekanntes, um schließlich den Bogen bis zur lebendigen Kunstszene der Gegenwart zu schlagen. Den Auftakt zu diesem Premiumprojekt bildet die Ausstellung "Schwarze Kunst" zur Thüringer Druckgrafik im 20. Jahrhundert. Diese wird am Samstag dem 26. September um 19:30 Uhr eröffnet.

Gemeinsam mit dem benachbarten Literaturmuseum „Theodor Storm“ in Heilbad Heiligenstadt und dem Stadtmuseum im Augustinerkloster Bad Langensalza, die als Projektpartner miteinbezogen sind, werden eine Reihe von Ausstellungen präsentiert, Einzelaspekte und exemplarische Künstlerpersönlichkeiten vorgestellt.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Thomas T. Müller
Direktor der Mühlhäuser Museen

Jürgen Winter
stellv. Direktor der Mühlhäuser Museen